Ein Kraftstoff, der das Ziel seiner Einführung weit verfehltDer Grund für die
Einführung von E 10 war und ist die von der EU beschlossene
Reduzierung des CO2-Ausstosses im Rahmen des Klimaschutzes. Sie hat aber keinerlei Vorschriften gemacht, wie diese Reduzierung erreicht werden soll. Also ist auch die Einführung von E 10 nicht zwingend für die Bundesregierung. Die
Umweltbilanz von E 10 ist insgesamt negativ, da die Autos einerseits mit E 10 genauso viel CO2 in die Luft ausstoßen wie mit Super Benzin. Andererseits werden aber mehr Flächen für den Anbau von z.B. Weizen, Mais und Zuckerrohr in Brasilien, USA und auch hier in Deutschland gebraucht. Da stellt sich wieder einmal die
Frage nach Tank oder Teller.
Es gibt bessere Wege Zusätzliche Nachteile entstehen dem Verbraucher aber durch negative Konsequenzen in Form von
höheren Kosten durch teureres Benzin und unabsehbaren
Folgen für die Haltbarkeit ihrer Autos. So ist beispielsweise noch nicht geklärt, ob die Motoren der Autos, die E 10 angeblich vertragen, auch noch so lange halten werden wie mit Super Benzin.
Sinnvolle Maßnahmen zur Reduzierung der CO2-Bilanz in Deutschland wären z.B. die
Förderung spritsparender Autos , die Abschaffung von Förderungen für „Sprit-Schlucker“ oder die verpflichtende
Reduzierung der Grenzwerte für den CO2-Ausstoss bei allen Automodellen. Doch hier ist die Bundesregierung jedoch gegenüber der Autolobby eingeknickt. Auch die Einführung eines
Tempolimits reduziert den CO2-Ausstoß, ist aber wiederum unbeliebt bei den Autofahrern. Das sind nur einige sehr wirksame Beispiele für eine effektive Reduzierung des CO2-Ausstosses.
Wir fordern Herrn Brüderle auf: nehmen Sie den Klimaschutz ernst und setzen endlich auf effektive Maßnahmen!