Südertor-Ost
15.09.2010 19:07 von Cordula Ungruh
Grüne fordern intensive Bürgerbeteiligung
Der Bereich Südertor ist eine exponierte, städteplanerisch wichtige Fläche, dies ist das einhellige Fazit der Grünen Fraktion nach einem Informationsspaziergang mit dem ehemaligen Technischen Beigeordneten Herrn Dr. Gunter Hagemann im Frühsommer 2010 gewesen.
Die Grüne Ratsfraktion wird denn auch in der anstehenden Sondersitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 22. 9. 2010, in der das Investorenprojekt für ein Einkaufszentrum am Südertor – Ost vorgestellt wird, einem vereinfachten Änderungsverfahren für den Bebauungsplan nicht zustimmen. Eine solche Verfahrensweise ist nicht akzeptabel, für das Südertor muss es eine transparente Planungs- und Projektkultur mit ernst genommener Bürgerbeteiligung geben, ist die Marschroute der Grünen.
Nach Einschätzung der planungspolitischen Sprecherin der Grünen, Ursula Jasperneite-Bröckelmann, hat das Projekt Südertor Ost schon allein aufgrund der Größe der überbaubaren Fläche und der Scharnierlage zwischen Süden und Kernstadt eine erhebliche städtebauliche Bedeutung und Außenwirkung.
Auch darf dieser Bereich nicht im wahrsten Sinne des Wortes verbaut, und zur Barriere zwischen Süden und Innenstadt werden.
Denn das das Bauvorhaben tangiert auch den bahnsteigerschließenden sowie Süden und Kernstadt verbindenden südlichen Zugang zum Bahnhofstunnel. Diese historisch gewachsene Wegeverbindung wird heute von so vielen Bürgerinnen und Bürgern genutzt, dass nicht im Schnellverfahren entschieden werden darf, so die Grünen.
Als vordringliches Ziel sehen die Grünen vor allem ein aktiv genutztes belebtes Bahnhofsgebäude. Ohne einladende Zugänge von Süden und von Norden könnte der Bahnhof mangels ausreichender Frequenz ansonsten zum Problemfall werden..
Ursula Jasperneite-Bröckelmann
Fraktionssprecherin